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FM-Connect Chat

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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Digitale Wartung braucht sichere Grenzen

Facility Management: Instandhaltung » Steuerung » Unterstützungsprozesse » OT und Fernwartung

Nähe braucht nicht immer Anfahrt

Ein entfernter Spezialist kann einer örtlichen Fachkraft helfen, einen Fehler schneller zu verstehen. Das ist ein echter Gewinn, solange beide denselben Arbeitszustand kennen und wissen, welche Eingriffe erlaubt sind. Fernwartung verbindet Orte, hebt ihre unterschiedlichen Verantwortungen aber nicht auf. Wer aus der Ferne eine Einstellung verändert, kann Bedingungen an einer Anlage beeinflussen, die auf seinem Bildschirm nur teilweise sichtbar sind. Deshalb wird die Verbindung als betrieblicher Vorgang freigegeben und begleitet. Die Frage lautet nicht nur, ob der Zugang sicher verschlüsselt ist, sondern auch, wer die technische Wirkung beurteilt und vor Ort erforderliche Schutzmaßnahmen sicherstellt.

OT-Sicherheit und Fernzugriff kontrolliert steuern

Technische und betriebliche Rollen verbinden

Für technische Netze und OT-Systeme werden Eigentümerschaft, fachliche Verantwortung, Administration und Freigabe getrennt beschrieben. Externe Zugänge werden auf den notwendigen Zweck und Umfang begrenzt, eindeutig zugeordnet und nach dem Einsatz wieder entzogen oder gesperrt. Angemessene Authentisierung, nachvollziehbare Protokollierung und abgestimmte Netzgrenzen gehören in das Schutzkonzept. Die DGUV-Publikation Sichere Fernwartung von Maschinen verbindet IT-Sicherheit und Arbeitssicherheit. Eine Verbindung darf nicht unbeaufsichtigt betriebliche Schutzmaßnahmen unterlaufen. Die Bedingungen vor Ort bleiben auch bei einem entfernten Spezialisten entscheidend. Das Systemverzeichnis verbindet technische Komponenten mit unterstützten Betriebsfunktionen und zuständigen Personen. Es hält fest, welche Wartungszugänge existieren und welche Abhängigkeiten für einen Wiederaufbau benötigt werden. Für nicht kurzfristig aktualisierbare Altanlagen werden fachlich bewertete Zwischenmaßnahmen und ein Entwicklungspfad vereinbart. Diese Übergangslösung wird regelmäßig überprüft und nicht als dauerhafter Normalzustand vergessen. So bleibt auch bei begrenzter Modernisierbarkeit erkennbar, welche Risiken bekannt sind und welche Entscheidungen die Leitung noch treffen muss.

Zugang braucht verantwortete Grenzen

Digitale Möglichkeit

Betriebliche Schutzentscheidung

Der erforderliche Nachweis

Ein Hersteller greift entfernt zu

Zweck, Zeitraum und zulässige Eingriffe freigeben

Eindeutiger Zugang und nachvollziehbarer Verlauf

Ein Update steht bereit

Risiko, Kompatibilität und Rückfallweg bewerten

Getestete Änderung mit fachlicher und betrieblicher Freigabe

Ein Backup wurde erstellt

Wiederherstellung einschließlich Abhängigkeiten erproben

Verwendbarer Sicherungsstand und bestätigter Test

Eine Auffälligkeit könnte ein Angriff sein

IT und Betriebsführung gemeinsam koordinieren

Abgestimmte Schutzmaßnahmen und verantworteter Wiederanlauf

Änderungen beherrscht durchführen

Updates und Patches werden nach Risiko, Unterstützbarkeit und Betriebswirkung bewertet. Weder sofortiges ungeprüftes Einspielen noch unbegrenztes Verschieben ist eine allgemeingültige Strategie. Vor wesentlichen Änderungen werden Sicherung, Test, Rückfallmöglichkeit und Freigabe geklärt. Für sicherheitsrelevante Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen ist die TRBS 1115 Teil 1 im jeweiligen Anwendungsbereich zu berücksichtigen. Die Gebäudeautomation liefert weitere technische Bezüge. Das Instandhaltungskonzept sorgt dafür, dass diese Anforderungen in Aufträgen, Rollen und Wartungsfenstern tatsächlich vorkommen.

Die Wiederherstellung erproben

Ein vorhandenes Backup verspricht zunächst nur, dass bestimmte Informationen gesichert wurden. Ob der Betrieb daraus wiederhergestellt werden kann, hängt zusätzlich von Hardware, Lizenzen, Softwareständen, Schlüsseln, Berechtigungen und Fachkenntnis ab. Geeignete Tests werden so geplant, dass sie keine unvertretbare Gefahr für den laufenden Betrieb erzeugen. Bewertet wird die gesamte Wiederherstellungskette einschließlich notwendiger Funktions- und Sicherheitsnachweise. Bei einem vermuteten Cybervorfall stimmen IT und Betriebsführung Schutz, Informationssicherung und Wiederanlauf ab. Für Altanlagen werden bewertete Zwischenmaßnahmen befristet und ein Entwicklungspfad vereinbart. Vernetzung erhält ihren Wert, wenn die Organisation sowohl die Vorteile des Zugangs als auch die Fähigkeit zum kontrollierten Begrenzen und Wiederherstellen beherrscht.