Reparaturkreisläufe
Ein reparierbares Teil durchläuft mehrere betriebliche Zustände
Eine ausgetauschte Baugruppe ist nicht mit ihrem Ausbau wieder verfügbar. Transport, Eingang, Befund, Entscheidung, Teilebeschaffung, Reparatur, Prüfung und Rückgabe können Wochen beanspruchen. In dieser Zeit bindet sie Material und verlangt gegebenenfalls ein weiteres Austauschstück. Ein Reparaturkreislauf betrachtet diese gesamte Folge. Dabei werden ausgebaute, ungeprüfte, bearbeitete, gesperrte und freigegebene Teile getrennt geführt. Ein hoher Gesamtbestand kann sonst darüber hinwegtäuschen, dass kaum eine geeignete Einheit unmittelbar eingesetzt werden kann.
Für reparierbare Austauscheinheiten wird der gesamte Kreislauf erfasst: ausgebaut, unterwegs, in Befundung, auf Freigabe wartend, in Reparatur, in Prüfung, freigegeben und erneut verfügbar. Jedes Stadium kann Zeit binden. Eine Werkstattdurchlaufzeit von zwei Tagen ist wenig aussagekräftig, wenn Teile zuvor drei Wochen auf einen Auftrag warten. Bestand und Zeit werden deshalb mit denselben Systemgrenzen gemessen. Nicht reparierbare Ausschüsse und verschollene Rückläufer sind eigene Abgänge; sie dürfen nicht unbegrenzt als voraussichtliche Reserve weitergeführt werden. Eindeutige Serien- oder Baugruppenidentität verbindet Reparaturhistorie, technische Freigabe und tatsächliche Lagerverfügbarkeit. Ein reines Artikelzählwerk kann diese Zustände nicht ausreichend unterscheiden.
